ich habe allen glauben verloren an jedes und allem, sogar an mich selbst glauben habe ich verunmöglicht… ab diesem Punkt konnten die dinge nie wieder wie etwas sein, sondern nur noch sein… es gab keine bedeutungsgrundlagen mehr für oder gegen etwas oder jemanden, ja ich wurde komplett verunfähigt, dass jemals wieder zu können: ich sehe nur noch dinge, aber wie sie sind, sind schon als ihre wesensart aus dem sein entschieden… schauwissen, schaulogik und schauwahrnehmungen, ob übersinnlich, untersinnlich oder sinnlich, sind immer erst nur, sie haben kein wiesein… sie sind nur aber ohne wiesein… nur mein aktueller punkt ist teilweise der fokus und der zentrumskreis, der sich auf das bisher noch sinnliche konzentriert… der andere bereich kommt hinzu nach und nach aber das immer wie pseudo-passiv aus dem hintergrund, es ist wie passives geschauspielert vom uraktiven im hintergrund, wodurch man weiß wer ist, der schreibt, denkt ließt und versteht, und warum vergehen nie vergeht, und was dann alles ewig ist und bleibt…
ja ich weiß nicht mal was ist: ist das hierartige physisch, seelisch, geistig? oder ist es über alledem liegend oder unter dem liegend? außerhalb oder innerhalb? die verortung und die seinsart sind alldessen null klar… aber ich bin auf dem weg… das alleine reicht erst mal… hier ist es die herzenssache und die eigene naturwesenseigenart: ich forsche axiomatisch frei… bevor mir das wiesein sich zeigen solle, muss mir das beobachten das sein, dass sich ihm das zu beobachtende selbst, also mir selbst erklärt, weil nichts anderes geht, noch gehen kann, noch je anders gehen konnte, ja es ist nicht einmal je anderes erst einmal denkbar…
und das alles in denken, fühlen, wollen, innen und außen und dem was ich bin und nichtich und allem anderen innerhalb und außerhalb dessen… es ist ein freiwerden in klarwerdung und klarmachen im klarheit haben, aber dieses haben davon, wird erst noch, und nur im werdeweben, kann ich etwas davon haben… aber das alles ist nie das gesamte als solches, es kann nur werden… werdendes ist immer, aber seiendes ist noch nie… es ist erst alles da, weil werden noch wird…
somit haben wir kein sosein oder soheit, sondern nur eine werdeheit, ein werdewerden…
und in diesem sinne ist das stromende leben überall so wie man selbst ist, so wie alles ist, natur ist einem das, was man selbst ist, und natur ist überall… alles ist eins im ganzen, aber wird noch ganzer… das spiralende lebensmysterium, wer kann es fassen und weiß wovon diese worte melodieren?
wer es schafft zu erleben, dass sich alles in einem aussprechen kann, ja darf, und man nichts anderes mehr je zulassen wolle… ist man dann nicht ein zum ersten mal dann echter zuhörer, statt bestimmer des allem anderen als „so will ich das haben, damit es mein meinsseins ist“? man lässt sein selbstsein heraus aus alledem? zuhören ist nicht nur dann erst echtes, wenn es selbstlos ist, sondern selbstlosigkeit ist das herausnehmen des sich beeinflussenwollens, beeinflussenmüssen, beeinflussensollens, damit man wie nicht da sei, aber dadurch noch viel mehr dasein selbst ist, wodurch man anteilnahme selber ist, statt sie nur mitzumachen? selbstlosigkeit ist eine art verschmelzungstat des unsichtbarsten aus selbstsein in einverständni, dass sie massiv das aalles-andere werden, statt selbst eigene innenimpulse sein zu wollen? man hat ja keine lust noch unlust, gleichgefühl von „wieso sollte ich je?“, bei dem man nie beeinflussen will…
die natur selbstlosester art ist das begreifen: wieso sollte beeinflussung von mir ausgehen? es ist doch nur möglich, dass mich das dasein durchdringt, und ich darin verschmolzen selbstlich stehe, aber selber tun, ist mir, als bin ich immer nur der gegenstand der eben dasteht… und doch ist die selbstpräsenz tat am mitmachen des seienden genug, der rest stromt durch, und teilt sich mit, massenweise und höchst ergiebig von sich selbst, sich selbst nur in seiner eigensoheit dazusein…
alles west durch mich, und stößt sich wie an nichts, doch ich bin ich und bleibe da… dann höre ich nicht nur zu, ich wurde das wesen des tiefsten wesens, das wesen der stillebrunnen, das wesen des zuhörenseins… kann das jemand? es ist quasi wie ZEN des lebens, als lauschen wie ohne person, die aber sich selbst als lebende soheit ist… glas wie nie zu sehen, aber massiv da, sich als sich selbst zu bleiben… massive unsichtbarkeit als solche…doch trotz all als Dasein ohne Sosein doch das Glas das es hier zu sehen gibt, gilt es nicht zu bagatellisieren
Der Teufel ist die Anmaßung des Geistes, der Glaube ohne ein Lächeln, die Wahrheit, die niemals vom Zweifel erfasst wird“. Umberto Eco
